Aufbahrung

Die Aufbahrung ist die feierliche Zurschaustellung des verstorbenen Körpers vor der Bestattung. Sie bietet den Zugehörigen die kostbare Möglichkeit, in Ruhe und ganz nah Abschied zu nehmen. Dieser Moment des Innehaltens hilft dabei, das Unfassbare – den Tod – im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ zu machen.

Man unterscheidet zwischen der offenen Aufbahrung (der Sarg ist offen) und der geschlossenen Aufbahrung (der Sarg ist geschlossen, meist liebevoll gestaltet mit Blumen, Fotos oder persönlichen Gegenständen).

Wo kann eine Aufbahrung stattfinden?

Entgegen der häufigen Annahme, dass Verstorbene sofort abgeholt werden müssen, gibt es verschiedene Orte für diesen Abschied. Jede*r sollte den Ort wählen, der sich am stimmigsten anfühlt:

Warum ist die Aufbahrung für Zugehörige so wertvoll?

Der Anblick eines verstorbenen Menschen kann im ersten Moment ungewohnt wirken. Doch für den individuellen Trauerprozess ist dieser Schritt oft heilsam:

Vorbereitung durch Expert*innen

Bevor eine Aufbahrung stattfindet, wird der Körper durch den Bestatter / die Bestatterin hygienisch versorgt (hygienische Totenversorgung). Dabei wird der Mensch gewaschen, angekleidet und friedlich gebettet. Viele Bestattungshäuser ermutigen Zugehörige, diesen Prozess aktiv zu begleiten – zum Beispiel durch die Auswahl der Lieblingskleidung oder das Kämmen der Haare.

Gut zu wissen: Eine Aufbahrung ist auch nach Unfällen oder schweren Krankheiten oft möglich. Erfahrene Thanatolog*innen können das Erscheinungsbild so sanft wiederherstellen, dass ein würdevoller und friedlicher Abschied möglich wird.

Was kostet eine Aufbahrung?
Die Kosten variieren je nach Ort und Dauer. Während bei einer Hausaufbahrung oft kaum Zusatzkosten anfallen, erheben Friedhöfe oder Bestatterinnen Gebühren für die Nutzung von speziellen Abschiedsräumen oder Kühlzellen. Deine Bestatter*in erstellt dir hierzu eine transparente Aufstellung.

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