Unsere Trauerredner*in Klaus
Als freier Sprecher und Trauerredner sehe ich meine Aufgabe darin, in der Stille des Abschieds das auszusprechen, was den Hinterbliebenen an diesem schweren Tag nur schwer über die Lippen geht. Mein Ziel ist es, in Vertretung eine Hymne zu Ehren und in Erinnerung an den verstorbenen Menschen erklingen zu lassen.
„Hoch soll er leben“ hat man Jahr für Jahr ein leben Lang gesungen und nun ?
Wo sonst nur Schweigen gestattet ist, möchte ich einen Toast auf das Leben aussprechen und den geliebten Menschen noch einmal "hochleben" lassen. Einfühlsam, würdevoll und von Respekt getragen.
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Meine professionelle Basis als gelernter Schauspieler, Sprecher und Moderator, sowie meine Erfahrung als Eventmanager und Regisseur, schärfen meine Fähigkeit zur Formulierung. Doch das letzte Geleitwort am Grab lässt sich nicht inszenieren oder schauspielern.
Es ist vielmehr die individuell sehr persönliche Aufgabe, das größte Maß an Liebe und Respekt zu formulieren, welches diesem geliebten Menschen gerecht wird.
In meiner Rede portraitierte ich den geliebten Menschen in seinen Charakterfacetten, seinen Eigenheiten und seinen Leidenschaften.
Als evangelischer Pfarrerssohn habe ich schon früh an der Seite meines predigenden Vaters die Trompete gespielt und dabei die Ahnung gewonnen, dass Menschen, die sich am Grab voneinander verabschieden, beseelt in ihrer Trauer sind – beseelt in der Sehnsucht, der Seele des Geliebten zu begegnen. Dies geschieht trauernd, weinend, aber auch singend oder liebevoll schweigend.
Ich porträtiere den Menschen nicht nur, sondern suche nach dem Fundament, welches er sein Leben lang gesucht, gefunden und gelebt hat.
Ich glaube heut nicht mehr an einen allmächtigen Gott. Aber ich glaube an die Seele des Menschen welcher im Einklang mit der Natur das findet was er sein Lebenslang gesucht, gefunden und gelebt hat.
Die Liebe.

