Unsere Trauerredner*in Sandra
„Genau so war er.“ Für diesen Satz arbeitet Sandra Werner.
Sie will verstehen, wer da verabschiedet wird. Nicht nur, was im Lebenslauf steht, sondern was diesen Menschen wirklich ausgemacht hat. Worüber wurde mit ihm gelacht? Was war typisch für ihn? Was vielleicht auch mal anstrengend? Und welche Geschichte darf auf keinen Fall fehlen?
Fast 30 Jahre lang war Sandra bei der Polizei. Sie hat an Haustüren gestanden und Menschen gesagt, dass jemand nicht mehr nach Hause kommt. Sie weiß, was in den Minuten danach passieren kann. Manche weinen, manche sagen gar nichts, und manche fragen erst einmal, ob sie Kaffee aufsetzen sollen.
Diese Erfahrung prägt ihre Arbeit bis heute. Sandra bleibt ruhig, wenn es emotional wird – auch in Ausnahmesituationen. Diese Sicherheit kommt nicht aus einem Seminar, sondern aus dreißig Jahren Dienst.
Bei einem Abschied geht es ihr nicht darum, einen Menschen in eine Schublade zu stecken oder ein ganzes Leben in eine schöne Metapher zu verpacken.
Ein Abschied darf traurig sein, aber genauso warm, lebendig und persönlich. Und manchmal wird dabei eben auch gelacht.
So entsteht eine Trauerfeier, die zum Menschen passt und zu denen, die von ihm Abschied nehmen.


